Herzlich Willkommen...

...auf unserer neuen Homepage, welche heute online gegangen ist.
Wir werden nach und nach immer mehr Inhalte hinzugefügen - schaut einfach öfters
mal rein...

Über einen netten Eintrag in unserem Gästebuch würden wir uns sehr freuen. Auch Lob,
Anregungen oder konstruktive Kritik nehmen wir gerne entgegen :)

In diesem Sinne: Bis bald im Wald oder "Glück tief"

DieIgginger

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Livedaten der Sensoren:

 

Zu diesem Thema hat der VdHK einen interessanten Artikel geschrieben, den ich hier zitieren möchte:

 

"Eine Höhle ist ein vielfältiges und empfindliches Naturphänomen, das als wissenschaftliches Archiv, als Lebensraum und
nicht zuletzt aus ästhetischen Gründen unbedingt erhaltenswert ist.

 

Jeder, der schon einmal den Vergleich einer unberührten Höhle mit einer durch Vandalismus zerstörten Tropfsteinhöhle
oder einer mit Müll verfüllten Schachthöhle gesehen hat, merkt daß Höhlenschutz notwendig ist. Karsthöhlen sind keine
isolierten Gebilde, sondern Bestandteil großer Systeme die in den Wasserkreislauf eingebunden sind. Mülleinträge und
organische Abfälle können mit dem Sickerwasser sehr schnell und nahezu ungefiltert in das Grundwasser gelangen und
dort zur Verunreinigung ganzer Trinkwassergebiete führen. Auch das Ausbringen von Düngemitteln oder Pestiziden auf
landwirtschaftlich genutzten Flächen in Karstgebieten, ist aus diesem Grund sehr problematisch.

 

Zum Höhlenschutz gehört natürlich auch der Schutz der Höhle als Biotop. Daher werden in der
Fledermausschutzzeit vom 01. Oktober bis 31. März keine Höhlenbefahrungen in Winterquartieren
durchgeführt und sind laut Bundesnaturschutzgesetz §39 Absatz 6  generell verboten.

 

Auf der Hauptversammlung am 23. Mai 1998 in Gerolstein/Eifel hat der VdHK Ethik-Richtlinien und den
Forderungskatalog zu kommerziellem Höhlentrekking zum Schutz von Höhlen und anderen Karsterscheinungen beschlossen,
da Karsterscheinungen - und insbesondere Höhlen mit ihrem Inhalt - verschiedenen Gefährdungen unterliegen:

  • Totale oder teilweise Zerstörung durch Rohstoffgewinnung oder Baumaßnahmen.
  • Eintrag von Schadstoffen durch natürliche Vorgänge oder künstliche Deponierung.
  • Überfrequentierung durch Besucher.
  • Raubgrabungen nach archäologischen, paläontologischen oder mineralogischen Funden.

Es gehört zur Ethik der organisierten Höhlenforschung in Deutschland, Maßnahmen gegen jede dieser Gefährdungsformen
zu ergreifen, mit der Zielsetzung eines möglichst unveränderten Erhaltes von Karsterscheinungen und zur Abwehr zusätzlicher
Reglementierungen. Dazu zählt ein verantwortlicher und respektvoller Umgang bei der Erforschung und beim Besuch von
Karsterscheinungen/Höhlen, der sich weltweit in folgenden Verhaltensweisen manifestiert:

  • Beachtung der gesetzlichen Vorschriften, Besitzerrechte und Rücksichtnahme auf andere Beteiligte (Anwohner,
    örtliche Höhlenforscher). Die Arbeit von Höhlenforschern soll respektiert werden. Vor Aufnahme von Forschungsarbeiten
    in einem bestimmten Objekt sollen sich andere Höhlenforscher genau über vorherige oder derzeitige Arbeiten
    informieren, die von den dort tätigen Höhlenforschern durchgeführt werden, um sich nicht ohne gegenseitige Absprache
    in deren laufende Projekte einzumischen.
  • Weiterbildung im Hinblick auf richtiges Verhalten im Sinne des Natur- und Denkmalschutzes.
  • Anwendung schonender Befahrungsmethoden (z.B. Elektrolicht, vermeiden von Zerstörung oder Verschmutzung von
    Speleothemen, Verzicht auf Lärm, Verzicht auf Biwaks in kleinen Höhlen, keine unnötigen Einbauten bzw. ihre Entfernung
    nach der Erforschung, kein Zurücklassen von Abfällen, keine Massenbegehungen von Höhlen usw.).
  • Anwendung schonender Erforschungsmethoden (keine oder unauffällige Meßpunkte, ggf. Verzicht auf die Dokumentation
    sehr fragiler Bereiche, Fortsetzungssuche unter Beachtung der archäologischen und paläontologischen Situation usw.).
    Motto: Nimm nichts mit, laß nichts zurück, zerstöre nichts und schlag nichts tot.
  • Grundsätzlicher Verzicht auf Winterbefahrungen in Fledermauswinterquartieren.
  • Kontrolle über die Befahrungsfrequenzen durch Zugangsregelungen mit dem Besitzer bzw. durch Verschluß gefährdeter
    Höhlen.
  • Einflußnahme auf schädigende Vorgänge in Karstgebieten bzw. im Umfeld von Höhlen (z.B. Überdüngung, Deponieprojekte,
    Abbauvorhaben usw.).
  • Öffentlichkeitsarbeit und Abfassung von Publikationen unter den Gesichtspunkten des Karst/Höhlenschutzes
    (z.B. keine exakten Lageangaben bei gefährdeten Höhlen) und einer fachlich kompetenten Information
    (z.B. keine persönliche Selbstdarstellung in Abenteuerberichten).
  • Bei einer begründeten Umgestaltung von Höhlen für kommerzielle Zwecke muß die Forderung einer nachhaltigen Nutzung
    erfüllt sein."

 

Quelle: VdHK: Höhlenschutz

Dominik Horch

  Dominik Horch

  • Seit 1997 aktiv in der Höhlenforschung mit besonderem Interesse an Höhlen in Süddeutschland.
  • Seit 2015 Mitglied im Verband der deutschen Höhlen- und Karstforscher e.V. (VdHK)

 

Höhlenforschung ist für mich mehr als nur ein großes Abenteuer und weit mehr als eine Wissenschaft die man studieren kann.
Der Reiz liegt für mich dabei, einzigeartiges zu entdecken oder Boden zu betreten, den noch nie zuvor ein Mensch betreten hat.

Einige Speleologen sind zu diesem Hobby gekommen, weil sie sich generell schon mit Natur und Naturwissenschaften beschäftigt haben und vielleicht durch
ihr Studium auf die Einmaligkeit von Höhlen aufmerksam gemacht wurden.
Bei mir fing alles ganz anders an. Von Freunden habe ich von diesem Hobby gehört und habe mich irgendwann mal ihren Befahrungstouren angeschlossen.
Anfänglich reizte mich das Abenteuer und der sportliche Aspekt. Nach einiger Zeit habe ich mich ernsthaft mit der Höhle und mit der Höhlenforschung auseinandergesetzt.

Das wichtigste für mich ist jedoch die Arbeit im Team und der Spaß bei gemeinsamen Höhlentouren, abgeschlossen von der Außenwelt in totaler Dunkelheit und Ruhe,
fern ab von der Hektik der modernen Welt.

 

...to be continued...